Gut angekommen & erste Eindrücke

Hallo ihr Lieben,

wo soll ich nur anfangen? Ich bin einwach nur überwältigt.
Doch nun erstmal von vorn:

31.07 – der Flug mit 2 anderen Kommilitonen
Wir sind problemlos von Stuttgart nach Frankfurt gekommen und man staune, der ICE war pünktlich. Doch die Airrail Gepäckstelle wollte unsere Rucksäcke nicht und wir wurden quer über den Flughafen zum Sperrgepäck verwiesen, na danke… Und meine gefühlten 25 kg Handgepäck sind auch niemandem aufgefallen 🙂 Knappe 12h Flug im A380 mit Lufthansa, total angenehm, konnte zwar kaum schlafen, aber gut….

1.08 – Die Ankunft

Um 15.50 Ortszeit sind wir pünktlich gelandet, alle Kontollen problemlos überstanden, ich hatte wegen dem Zoll doch etwas bedenken, dass die einen sofort filzen, wenn man mit 2 Koffern + Handgepäck daher kommt. Ich hätte das nie wieder zubekommen ^^
Ein paar andere haben doch tatsächlich Kaugummi eingeführt… Also alles halb so wild! Der Flughafen ist wirklich riesig und seltsamerweise mit Teppichboden ausgelegt… Achja: und mein Gepäck ist vollständig angekommen 🙂 Eingereist sind wir mit einem normalen Touristenvisum – unser Studentenvisum bekommen wir erst in ein paar Wochen…

Jedenfalls ging’s dann mit dem Taxi zum Wohnheim, mit der Bahn hätte es wohl über 1h gedauert und mit so viel Gepäck wäre das ziemlich nervig geworden. Wir wurden dann von William, einem aus Singapur der ein Semester an der HdM war, emfangen und er hat uns unsere Zimmer gezeigt. Ich kann echt nicht meckern, schön renoviert, sauber und Klimanlage und das für lau. Andere, die keinen Patz im Wohnheim bekommen haben, trifft es ziemlich hart und haben teilweise immernoch kein Zimmer, bzw. zahlen das dreifache (was dann auch für deutsche Verhältnisse richtig teuer wird).
Das Zimmer teile ich mir mit einer anderen Deutschen, Jana aus Hamburg, mit der ich soweit klar komme…

Am Abend waren wir mit einem anderen Bekannten aus Singapur in der nächst gelegensten Mall, Jurong Point, ziemlich überwältigend, ich wusste nicht wo ich zuerst hinschauen sollte… Einerseits bekannte Läden und Marken, dann aber total einheimische Läden, alles auf Chinesisch, überall Essensstände, teilweise haben die Läden 24h lang offen, also alles doch sehr ungewohnt. Und der Linksverkehr hier macht mich auch leicht wahnsinnig… Jedenfalls haben wir in der Mall einige wichtige Sachen gekauft (z.B. Kissen, Bettwäsche – bekommt man nicht gestellt, Handykarte – Whats App tut :)) und waren dann in einem chinesischen Restaurant essen, einfach unbeschreiblich lecker… ich weiß teilweise gar nicht genau was das war, aber egal, das passiert hier schnell 😉

So waren wir am ersten Tag nicht ganz so verloren, hier ist doch vieles andes, der Campus ist riesig, das Singlish ist sehr gewöhnungsbedürftig und es ist nicht schlecht etwas Starthilfe zu bekommen.

2.08 – Formalitäten

Wie der Titel schon sagt, erst mal registriert, Studentenausweis bekommen, Touren gebucht, den Campus kennen gelernt… ich weiß schon gar nicht mehr, ich erlebe hier so unglaublich viel, Deutschland liegt schon richtig weit hinter mir

3.08 – Trip durchChinatown, little India, Kampong Glam und andere Exchange Students

Ich war über das International Student Center auf einer Stadttour durch die ethnischen Stadtviertel mit lauter anderen Austauschstudenten, viele Europäer, aber auch Chinesen, Japaner, die hier Auslandssemester machen… War echt toll, viel gesehen, auch Marina Bay vom Bus aus, leider ist es in Singapur doch meist sehr nebelig und regnet des öfteren mal. Leider hat mein Magen nicht so mitgemacht wie ich wollte, mein Frühstück war wohl nicht so. Ich muss demnächst Bilder posten, wenn ich dazu komme…

Am Abend waren wir noch in einer food court, essen, Bier trinken, zusammen mit Engländern (einer ist ein Mitbewohner von einem meiner Leute) und die waren wohl richtig glücklich uns kennen zu lernen. Es gibt hier tatsächlich sehr wenige weiße, man hat teilweise das Gefühl angestarrt zu werden, manche machen heimlich Fotos… Und die Einheimischen im Wohnheim sind auch nicht sehr gesprächig… Ich hoffe, das ändert sich bald… Heute allerdings waren an der Busstation ziemlich verrückte Studenten, wohl Cheerleader oder so was, die mir dann was vorgeführt haben und im Bus den Fahrer gefeiert haben. Echt schräges Erlebnis.

Wetter

Doch nicht ganz so heiß und schwül, wie ich erwartet hatte. Man merkt deutlich die Tropen, die Luft ist sehr feucht, am Anfang fand ich es etwas modrig, davon merke ich aber schon lange nichts mehr… Am ersten Tag hätte ich andauernd duschen können, das hat sich mittlerweile gelegt… Das Schlimmste ist eher der Wechsel von richtig kalt klimatisierten Räumen nach draußen… Aber man gewöhnt sich schnell daran, es regnet hier auch öfters, ein kurzer Platzregen, dann ist alles vorbei. Da hilft auch kein Regenschirm. Anscheinend ist es grad verhältnismäßig ziemlich kalt.

Campus

Einfach nur riesig, sehr grün, kostenloser Busshuttle (hier läuft keiner) die aber nur in einer richtung loopen (doch etwas ungewohnt und man dreht schnell unfreiwilligerweise eine Runde mehr als gedacht), man kocht hier auch nicht selbst (es gibt bei mir im Block eine kaputte Mikrowelle und 2 Kochplatten, aber keine Töpfe), sondern geht essen. Wir haben auch Sportanlagen, Pools, waren schon dort, geschwommen wird hier quer, dann können mehr Leute Bahnen schwimmen, ziemlich ungewohnt

Essen

Das gibt es hier überall, auf dem Campus gibt es zahlreiche Kantinen, man muss sich eine Kantine als Ansammlung von Imbissbuden vorstellen, herrlich was es da an Essen gibt, alles super lecker und super günstig – da kommt man gar nicht auf die Idee selbst zu kochen. Frische Früchte, Säfte, allerhand asiatischer Köstlichkeiten… das ekligste bisher: zu Frühstück half-boiled eggs (quasi rohe Eier) mit Kaya Toast ( Kokosgelee, sehr süß, aber lecker) und es gibt tausendjährige Eier, die möchte ich aber nicht unbedingt probieren…

Regeln

Es ist doch viel lockerer als man denkt, ich hab schon viele Leute über rot gehen sehen (kostet satte Bußgelder), Autos die über rote Ampeln fahren, Leute die nicht an gekennzeichneten Stellen über die Straße gehen… Ich muss noch herausfinden wie streng hier wirklich alles ist, aber lustigerweise finde ich Deutschland strenger, hier hätten sonst wohl manche keine Fahrerlaubnis und einige Garküchen wären vom Gesundheitsamt auch schon dicht gemacht worden.

Also alles in allem,

ich bin überwältigt, es gibt hier so viel neues zu erleben, die Leute, die ich bisher kennen gelernt habe sind toll, ich fühle mich wohl, das Essen ist superlecker, mein Wohnheim ist super, es wird mir bestimmt so schnell nicht langweilig. Und von Singapur selbst habe ich quasi noch nichts gesehen, morgen geht’s dann erst mal in die City, YEAH 🙂

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