Alles hat ein Ende

Nun ist es über 2 Wochen her, dass ich die letzte Vorlesung hatte. Ja, das Semester ist rum… Die letzten Wochen vergingen wie im Flug.

Hier nun einige Eckdaten:
13 Wochen Vorlesung, 1 Woche Urlaub, 3 Fächer an 2 Tagen, etliche Stunden Hausaufgaben…

Ich hatte von den ECTS Punkten her etwa die Hälfte von dem was ich sonst in Deutschland mache bzw. was die Locals in einem Semester machen. Ich wollte meinen Stundenplan nicht überladen, um noch genügend Zeit zu haben Singapur und Nachbarländer zu erkunden. So hatte ich lediglich am Dienstag und Mittwoch Vorlesung…
Klingt wenig, ist es aber nicht. Das System ist hier etwas anders aufgebaut als an der HdM, ich habe nur Tutorials besucht, also keine Vorlesungen im eigentlichen Sinn. Es wird in einem Computerraum praktisch unterrichtet, ca. 20 Studenten, so dass der Dozent auf jeden einzelnen eingehen kann. Es gibt in der Stunde Aufgaben und auch für die Woche darauf reichlich Hausaufgaben. Schwänzen geht nicht, da Anwesenheitspflicht besteht und in die Endnote mitreinzählt. So arbeitet man konstant mit, hat über das Semester einige Abgaben und gegen Ende hin eine größere. Aber der Prüfungsstress ist ausgeblieben, es gab für meine praktischen Fächer nämlich keine!
In anderen Studiengängen ist es eher wie gewohnt: meine Mitbewohnerin studiert Verfahrenstechnik, hatte „klassische“ Vorlesungen, hat gerne mal geschwänzt, war die letzten 2 Vorlesungswochen im Urlaub und ist nun im Prüfungsstress…
Mein Studiengang ist praktisch, durch die Anwesenheitspflicht und die Abgaben wird man gezwungen regelmäßig mitzuarbeiten um nicht zurückzubleiben. Doch hat mich das leider zu sehr an die Schule erinnert, das meiste wurde uns vorgekaut, selbstständiges Lernen und erarbeitet eher nicht gefordert… Aber dank der zahlreichen Abgaben habe ich mein Zeitmanagement in den Griff bekommen und verschiebe nun nicht mehr alles nach hinten. Ich habe es (endlich?) gelernt nicht mehr alles auf den letzten Drücker zu machen 😉 Mit meinen Endabgaben hat das super geklappt, ich war fast eine Woche zu früh fertig! War aber auch besser so, weil die Abgabetermine leicht mit meinen Reiseplänen kollidiert sind…

Noch einige Details zu meinen Vorlesungen:
Editing: super nette Dozentin, die selbst mal an der ADM (meiner Fakultät) Studentin war, ich habe Final Cut zu schätzen gelernt und ziehe es nun Premiere vor… Ich habe einiges zur Geschichte des Schnitts und zu Schnitttechniken gelernt… Aber so weltbewegend sind meine neuen Erkenntnisse nun auch nicht.

Lighting & Rendering
Tja was habe ich hier gelernt? Wie man HDRIs und image-based lighting anwendet… Aber sonst? Um ehrlich zu sein, hat mich diese Vorlesung etwas enttäuscht, wir haben ein bisschen an Shadern gespielt, so gut wie nie Licht gesetzt und nur gegen Ende einen (nicht wirklich tiefen) Einblick ins Rendern bekommen. Warum heißt die Vorlesung dann so?

teabox_abgabe

Rigging
Sehr hoher Arbeitsaufwand! Ich saß pro Woche bestimmt 1-2 Tage an den Hausaufgaben! Und am Ende hatten wir einen Menschen gerigged, also das Skelett inkl. Controllern erstellt, das notwendig zum Animieren ist. Mit Hilfe seiner Videotutorials ließ sich diese Aufgabe gut meistern, allerdings ist durch das Nachmachen nicht alles wirklich hängen geblieben und verankert.

rig

Andere Austauschstudenten, die nicht von der HdM kamen, waren nicht in meinen Vorlesungen anzutreffen. Die Locals waren zum Teil extrem schüchtern und sin erst gegen Ende des Semesters aufgetaut, sehr schade, denn so entstanden einige Freundschaften erst sehr spät.

Fazit
Tolles Semester! Ich habe zwar nicht ganz so viel gelernt wie ich mir erhofft habe, aber dafür ganz viele tolle Erfahrungen gemacht, mich weiterentwickelt ( ich hätte mir vor 4 Monaten nie träumen lassen, dass ich alleine nach Tokyo reise und am Flughafen diesen Bericht schreibe) und festgestellt, dass alleine reisen viel mehr Spaß machen kann als in einer Gruppe…  Ah und das erwähnte Zeitmanagement 😉 Mein Englisch ist deutlich besser geworden und habe nun auch keinerlei Probleme mehr drauflos zu reden, selbst wenn die Grammatik nicht ganz stimmen mag. Ich habe andere Kulturen kennen gelernt, einen Einblick in deren Alltag erhalten, Asien zu schätzen gelernt Leute aus den verschiedensten Ländern kennen gelernt. Und Singapur vermisse ich jetzt schon 😉

Mein Rat: macht ein Auslandssemester, es wird euer Leben bereichern!

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Ein Gedanke zu „Alles hat ein Ende

  1. Liebe Larissa, ich habe deine Berichte und Reisebeschreibungen mit den tollen Fotos sehr
    gerne gelesen und angeschaut. das war schon so, als ob ich selbst ein bischen dabei gewesen bin, so anschaulich sind deine Schilderungen. Jetzt ist der „countdown“ nahe. Genieße die dir verbleibende Zeit und erfreue dich an ihr. Ich freue mich für dich , daß du diese Erfahrung gemacht hast und daß es dir auch bewußt war und du daraus Lebenserfahrung gewonnen hast.
    das wird dir dein ganzes Leben bleiben und es wird dich auch prägen. Dein Mut ist wirklich bewundernswert und man braucht auch die innere Einstellung um die wesentlichen Dinge zu erkennen. So wünsche ich dir nun einen guten Flug zurück ins kalte Deutschland, das heißt zieh dich warm an. Wir hatten am Sonntag ein so genanntes Blitzeis und aus den Nachrichten habe ich gestern erfahren
    , daß in einigen Bundesländern die Schüler „Schneefrei“ hatten, weil die Rutschpartien viel zu gefährlich waren. Als ich am Sonntag mit Ouinny Gassi ging, rutschte ich ganz schön weg. Es ist aber trotzdem schön Schnee zu haben sonst fehlt einem ja etwas. Schnee gehört bei uns zum Winter und ich finde es sehr schön, daß wir vier Jahreszeiten haben. Das bringt uns Abwechslung. Komm gesund zurück und daß alles gut und schön verläuft und daß dein Gepäck auch gut ankommt. Ich freue mich auf dich. Bis bald, Gruß Monika Schöll

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