Vietnam Teil 2: Dong Hoi, Da Nang, Hoi An

Ich habe von Eva und Quynh, zwei Freundinnen aus Deutschland, Verstärkung bekommen. Die beiden verbringen hier ihre Weihnachtsferien und Quynh nutzt hier die Gelegenheit ihre Familie zu besuchen.
Wir haben zusammen den Nachmittag im Haus ihrer Großmutter verbracht, bevor es mit dem Nachtzug nach Dong Hoi ging.
Die Fahrt dauerte gut 10h, wir hatten hard-sleeper Betten. Das Abteil war komfortabler und sauberer als gedacht, dennoch ist es nicht sehr angenehm auf einem Holzbrett zu schlafen. Die dünne Matte als Polsterung und Kissen + Decken trugen kaum zu einer angenehmen Nacht bei. Der Zug schaukelte und holperte mit gefühlt gemütlichen 50 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit – Eva hat von dieser Fahrt einige blaue Flecken an der Hüfte davon getragen.

"bequemer" Nachtzug

„bequemer“ Nachtzug

Wir waren dann alle sehr erleichtert, als wir um 6h morgens endlich in ein richtiges Bett sinken konnten um noch ein paar Stunden zu schlafen.
Am nächsten Morgen buchten wir an der Rezeption eine Tour zur Phong Nha Höhle im Phong Nha Ke Bang Nationalpark. Merkwürdig war, dass man uns unbedingt die Tour zur Paradies Höhle aufschwatzen wollte und uns erst nach einigem hin und her die gewünschte Tour buchte. Wir lernten später noch ein Pärchen aus unserem Hotel kennen, das auch diese Tour machen wollte, denen aber gesagt wurde, dass diese schon ausgebucht sei – obwohl sie vor uns angefragt hatten…
Per Bus ging es dann in den ca. 50 km entfernten Nationalpark, in dem vor ein paar Jahren die größte Höhle der Welt gefunden wurde… Leider ist diese noch nicht für die  Öffentlichkeit zugänglich – bzw. gab es die Möglichkeit gegen gutes Trinkgeld eine Abenteuertour inkl. Risiko zu machen… Die Phong Nha Höhle ist nur vom Wasser aus zugänglich und so schipperten wir mit dem Boot den Fluss entlang und gelangten schließlich in die Höhle, die wohlbemerkt auch sehr groß ist, aus mehreren Abzweigungen besteht und verschiedene begehbare Kammern besitzt. Es war mal etwas anderes, mit dem Boot durch eine Höhle zu fahren und an einigen Punkten austeigen zu können und sich das Ganze von Nahem anschauen zu können. Außerhalb konnte das Boot noch mit Motor betrieben werden, innerhalb wurde gerudert, interessanterweise von einer sehr zierlichen Frau.
Im Gegensatz zu der Höhle in der Halong Bucht war diese hier bei weitem nicht so touristisch und auch nicht so grell beleuchtet. Also allemal sehenswert und bei der Tour die man uns aufschwatzen wollte wäre Treppensteigen statt Bootsfahren auf dem Programm gestanden, also haben wir wohl alles richtig gemacht 😉

Zurück in Dong Hoi ging es auf Erkundungstour und ich musste Geld abheben… Ihr könnt euch ja schon denken, dass die Geschichte nicht so glatt gelaufen ist, sonst würde ich das nicht erwähnen. Ich wollte 2 Millionen (=70€) abheben und wartete darauf, dass der Bankautomat das Geld herausgibt. Das dauerte verdächtig lange, der Automat zählte und zählte und es dauerte Minuten bis etwas passierte. Meine Karte kam heraus und eine Quittung über die 2 Millionen, aber kein Geld! Auf dem Bildschirm erschien darauf hin, die Meldung, dass eine Störung vorliege und der Automat nun außer Betrieb sei. Na danke, hatte mich die Maschine glatt um 2 Millionen betrogen, auf der Quittung stand eindeutig, dass ich das Geld erhalten hatte. Und von der Fehlermeldung war einige Augenblicke später auch keine Spur mehr zu sehen… Jedenfalls habe ich meine Bank in Deutschland und Quynh  netterweise die vietnamesische verständigt – die meinten, ich solle abwarten ob was abgebucht wird und dann den üblichen Papierkram ausfüllen… Na danke das hatte mir gerade noch gefehlt, nachdem ich in Hanoi schon vom Pech verfolgt wurde, ging es hier weiter… Ich hatte weniger wegen den 70€ bedenken, vielmehr hatte ich Schiss der Automat könne gehackt sein und dass ich daraufhin meine Karte sperren müsste!
Und wie ist das ganz nun ausgegangen? Durch die ganzen Feiertage musste ich 2 Wochen zappeln, aber dann hatte ich die Gewissheit: Das Geld wurde abgebucht und später wieder gutgeschrieben! Puh, Glück gehabt!

Zurück im Hotel wollten wir uns nach dem ganzen Ärger eine Massage gönnen, wurden aber leider vergessen…
Am nächsten Tag sind wir mit dem Zug weiter nach Da Nang, der Zug hatte eine gute Stunde Verspätung, es regnete und die Fahrt dauerte auch eine gefühlte Ewigkeit. Ich fand in Indonesien die Züge ja schon nicht schön, aber der hier war noch schlimmer. Vom Nachtzug war ich ja noch positiv überrascht gewesen, in diesem hier wollte man lieber nicht allzu viel anfassen… Viele Passagiere streckten ihre nackten Füße in alle Himmelsrichtungen, sehr appetitliche Käsefüße lagen auf meiner Armlehne, ein anderer streckte seine mitten in den Gang, wo alle paar Minuten ein Essenwagen durchgeschoben wurde – ich möchte nicht ausschließen, dass Füße im Essen gelandet sind…
Spät abends ging es dann Essen, Nudelsuppe beim Chinesen gegenüber, für meinen Geschmack nicht unbedingt einladend, aber es hatte sonst nichts mehr offen.

Ein enger Freund der Familie von Quynh holte uns dann am Morgen ab um mit uns nach Hoi An zu fahren und uns die Stadt zu zeigen. Im Gegensatz zu anderen vietnamesischen Städten waren sehr wenige Motos unterwegs und die Stadt versprühte mit ihrer kleinen Häusern und Boutiquen, die mehr an China und Japan erinnern, ihren Charme und ich fühlte mich sofort wohl. Es war der 23.12, also ging es erstmal Weihnachtsgeschenke shoppen. Die kleinen Shops hatten alles was das Touristenherz zu wünschen vermag: von absolutem Kitsch bis zu Kunstobjekten und netten Mitbringsel. Auf dem Markt gab es dann noch reichlich Obst, einige Sorten habe ich dort auch zum ersten Mal gesehen.

Auf dem Rückweg machten wir halt um eine etwas andere Höhle zu besichtigen, eine Art Tempel… Ich weiß bis heute nicht, was es damit eigentlich auf sich hatte. Mittlerweile war das Wetter richtig schlecht und es stürmte, so viel also zum Plan noch an den Strand zu gehen. Stattdessen sind wir zu einer riesigen Buddhastatue gefahren und hatten von der Halbinsel einen tollen Blick auf das Meer und die Stadt. Wenige Minuten später regnete es in Strömen und wir mussten zurück ins Hotel.

Unsere nächste Station war Saigon (auch: Ho Chi Minh) und um die lange Strecke etwas schneller zurück zu legen, ging es mit dem Flieger hin. Und da die Vietnamesen mir gerne Probleme bereiten, wurde ich am Einchecken gehindert, da mein Ticket angeblich nicht bezahlt war. Nach einigem Hin und Her war dann plötzlich alles in Ordnung, ich musste allerdings erst mein Handy zücken und als Beweis die Rechnung und Kartenabbuchung herzeigen…

Kurz vor Abflug war unser Flug plötzlich nicht mehr ausgeschrieben und an unserem Gate wurde dann eine andere Maschine geboarded. Auf Nachfrage wusste niemand Bescheid was mit unserem Flug passiert war… Nach einigem Warten war dann aber klar, dass unser Flieger eine Stunde Verspätung hatte…

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